Unmoral im Talmud

Das ZZ-Archiv

Man nennt den Talmud ein Religionsbuch. Aber vergebens wird man in den vielen Bänden nach dem, was wir unter Religion verstehen, suchen. So gut wie nirgends finden wir ein Bestreben, sich das Geheimnis der menschlichen Persönlichkeit zu deuten, nirgends ein Hinüberschwingen in die Ewigkeit, wie wir es bei den arischen Völkern antreffen. Es sind Gesetze sehr verschiedener Art, Legenden, endlose Diskussionen über die unbedeutendsten Dinge, sogar buchstäbliche Schweinereien, die wir da zusammen mit schönen und gemeinen Sprüchen und Sentenzen finden. Liest man die Lehren der Rabbiner, atmet man den Geist ein, der einem aus den Blättern des Talmuds entgegenweht, so kann man, wenn man überhaupt noch einen bestimmten Charakter hat, nie und nimmer neutral bleiben. Entweder man bejaht ihn, oder man wehrt ihn als fremd ab. Nur übergroße Gelehrsamkeit, die ja nicht selten eine Verkümmerung des Herzens mit sich führt, kann jahrelang hin und her wägen, erklären, entschuldigen, begütigen usw..

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